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Sonntag der Dreizehnte | 4 Besucher online |
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Ralph Schüller

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Bleib schön

Jetzt ist es still
wir zähln die Bücher im Regal
dass muss noch nichts bedeuten
jeder hat so einen Tag
die Welt verschwimmt im Zimmer unsrer Wahl
und fort ist
was gestern noch
in großen Händen lag

vom Bahnhof klingt es laut zu uns herauf
ich halte durch
du hältst dich ausgesprochen gut
wohin es geht
es fällt nur auf
Schwarz und Schwarz und Weiß und Weiß bleibt
was man auch tut

bleib schön

jetzt wissen wir
dass die Zeit vergeht
der große und der kleine Zeiger
kennen kein Pardon
genug der Laune
die man nicht versteht
das Hin und Her und Ja und Nein
haben wir nun davon

es hört nicht auf
wir warten ab
zu viele schlechte Worte
die Betten kalt und klamm
vom Himmel fällt etwas herab
und keiner liest im alten Fernsehprogramm

bleib schön

wenn alles zueinander kommt
jedes Wort ist zu viel und jede Stunde zu lang
erwarte kein Wunder
so ein Tag verspricht
am Morgen mehr als einen Sonnenuntergang

bleib schön




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