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Ralph Schüller

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Jas und Neins

Ein Einkaufszettel auf der Rückseite eines Gedichtes aus dem letzten Jahrhundert.
Ein Balkon nach Osten, wo die Morgensonne einen schönen Tag vorgaukelt.
Eine Uhr, die mich zu ungeraden Zeiten weckt
um nicht auf dem Punkt zu sein
nicht zu gehen, wenn es grün wird
wenigstens nicht hier.

Die Zeit vergeht und ich ahne etwas Einfaches
etwas das wir nicht lernen, aber akzeptieren müssen:
Die Zeit vergeht, wir werden älter und schwächer und unterhalten uns über das Glück, über die Menschen, die Dinge und die Orte der Vergangenheit.
Was hat uns aufgehalten?
Wie haben wir es uns selbst schwer gemacht?
Wen werden wir vermissen?
Wer wird uns vermissen?

Die Jas und Neins sind verschwommen.
Die Antwort ist wie eine Tischtenniskelle
die mit der harten oder weichen Seite
je nach Jahreszeit und Ort und Gegner
Temperament und Fähigkeit gespielt wird.
Es ist ein Kind, das einen Bauklotz nach allen Seiten dreht, der einfach nicht in die Hand passen will
der wie ein Stein auf den Fuß fällt
oder dank der Farben, ein Lächeln hervorholt.

Wir können uns nicht entscheiden
ob wir dieses geometrische Wunder
mit uns durch die Jahre nehmen
und zurückblickend entscheiden
ob sich irgendetwas geändert hat.

Rubik's Cube hat die Jas und Neins wunderbar aneinandergesetzt.
Leider hat er uns auch eine Lösung vorgetäuscht.

[11. Okt 2008]




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